Kann man Haarausfall vorbeugen? 5 ärztlich bestätigte Tipps, die helfen!

Viele Betroffene wollen wissen, wie man Haarausfall verhindert oder überhaupt vorbeugen kann. Aber obwohl es eine Menge verschiedener Mittel und Verfahren sowie Nahrungsergänzungsmittel gibt, sind im Prinzip nur ein paar Dinge zu empfehlen, die tatsächlich funktionieren.

Ich habe ein Interview der US-amerikanischen GQ mit Dr. Michele Green ausgewertet, die eine der gefragtesten Dermatologen in New York ist. Dr. Green gibt ihren Patienten hilfreiche Tipps, was bei Haarausfall oder den ersten Anzeichen unternommen werden sollte.

Haarausfall vorbeugen: 5 Tipps

Anbei findest Du 5 der besten Tipps um Haarausfall vorzubeugen, die die Expertin Dr. Michele Green ihren Patienten stets als Erstes empfiehlt.

Zum Thema “Haarausfall vorbeugen” habe ich auch ein Video gedreht 🙂

Tipp: Zum Thema “Haarausfall vorbeugen” habe ich auch ein Video gedreht:

1. Wende Dich an einen Dermatologen, sobald Du den ersten Haarausfall feststellst

Bemerkst Du erste Anzeichen von Haarausfall, dann rät Dr. Green zunächst immer dazu, dass ein zertifizierter Dermatologe aufgesucht werden sollte. Dies ist ebenfalls bei merklich dünner werdenden Haaren zu empfehlen.

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Dieser Tipp sollte also auf jeden Fall von Dir beherzigt werden, denn gerade in den Anfangsstadien vom Haarausfall stehen die Chancen besonders gut, dass bestmögliche Resultate und eine Wirksamkeit einer Behandlung erhöht werden können.

Ärzte, die sich mit dem Haarausfall beschäftigen, sind Dermatologen. Häufig gibt es auch auf Haarausfall spezialisierte Dermatologen. So ist es also besonders zu empfehlen, dass du dich an einen Dermatologen wendest, der auf seiner Webseite gezielt das Thema des Haarausfalls behandelt und in diesem Bereich besonders weitergebildet ist.

2. Nutze zur Vorbeugung Mittel gegen Haarausfall, die wirklich funktionieren

Laut Dr. Green gibt es drei Optionen zur Vorbeugung gegen Haarausfall, die Du in Betracht ziehen solltest. Je nach Methode ist es dabei auch zu empfehlen, dass Du Dich von einem Dermatologen zu diesen Mitteln beraten lässt.

Minoxidil: Minoxidil ist im klassischen Handel sowie in diversen Onlineshops erhältlich. Der Hersteller Regaine ist vor allem für Produkte mit diesem Inhaltsstoff bekannt.

Tipp: Ich habe Minoxidil von ALOPEXY mit 5% benutzt, da es viel günstiger als Regaine und über viele Wochen mit einer 3x 60ml Ration nutzbar ist:

Indem es zweimal täglich auf die betroffenen Stellen aufgetragen wird, erhöht sich die Durchblutung der Haarfollikel. Die Haare werden also gestärkt und nach mehreren Wochen der Anwendung dicker.

Das Haar wirkt je nach Anwender voller und ist dadurch weniger anfällig für dauerhaften Haarausfall. Minoxidil stärkt auch die Haarfollikel während der Nachwuchsphase. Laut den Erfahrungen, die Dr. Green mit ihren Patienten machen konnte, ist Minoxidil besonders auf der Krone des Kopfes effektiv. Wenn es jedoch um den Haarausfall an den Schläfen geht, so fallen die Ergebnisse nicht so positiv aus. Dennoch ist die Anwendung von Minoxidil allein schon aus Kostengründen zu empfehlen. Hierbei sollten jedoch auch immer die Nebenwirkungen beachtet werden.

Finasteride: Finasterid blockiert die Bildung von DHT (Dihydrotestosteron). DHT ist ein männliches Androgenhormon, das zum Haarausfall beiträgt, indem es die Haarfollikel stark verdünnt.

Das Haar wächst in drei Phasen und DHT stört den Haarwachstumszyklus. Infolge dieser Störung geht das Haar in eine längere Ruhephase, wodurch es nicht mehr wächst. Indem es die Absorption von DHT blockiert, hilft das Mittel Finasterid also sehr gut, um das Haarwachstum bestmöglich zu fördern.

Platelet-Rich-Plasma (PRP): Diese Methode ist recht neu und einzigartig, wobei im Vergleich zu Finasteride und Minoxidil mit höheren Kosten zu rechnen ist. Bei PRP handelt es sich um die Versorgung der Kopfhaut mit thrombozytreichem Plasma. Den Patienten wird also Eigenblut entnommen, das wiederum mit Blutplättchen (Thrombozyten) angereichert wird. Hierfür kommt eine Zentrifuge zum Einsatz, wodurch das Blut in seine Bestandteile zerlegt wird.

Durch die Zentrifuge werden die roten Blutkörperchen von dem Plasma getrennt. Schließlich wird das Plasma in Spritzen gezogen und vom Arzt direkt in die Kopfhaut injiziert. Thrombozyten enthalten Wachstumsfaktoren, die die Heilung fördern und die Haarfollikel stimulieren, um einen neuen Wachstumszyklus zu erneuern.

Für die besten Ergebnisse sollte die Platelet-Rich-Plasma-Behandlung (PRP) einmal pro Monat für insgesamt 4 Monate zum Start und dann vierteljährlich oder halbjährlich vorgenommen werden, wie Dr. Green bestätigt.

3. Achte auf Deinen Speiseplan, um Haarausfall vorzubeugen

Es gibt zahlreiche Vitamine, die Du einnehmen kannst, um den Haaren dabei zu helfen, dass diese schneller und stärker wachsen. Biotin wird in diesem Zusammenhang immer wieder erwähnt. Besonders Nahrungsergänzungsmittel sind ebenfalls zu empfehlen, wenn Du keine optimale Versorgung aller für die Haare wichtigen Vitamine sicherstellen kannst. In diesem Fall kann ich Dir die Haar-Vitamine der Marke Cosphera empfehlen, die nicht nur sehr preiswert erhältlich sind, sondern sich auch mit einer besonders hohen Dosierung auszeichnen.

Im Allgemeinen wird eine nährstoffreiche und gesundheitsbewusste Ernährung jedoch nicht für ein gutes Haarwachstum ausreichen. Spezialisierte Nahrungsergänzungsmittel sollten laut Dr. Green in Betracht gezogen werden. Die Ärztin empfiehlt insbesondere Viviscal und Nutrafol.

4. Stoppe schlechte Gewohnheiten

Schlechte Angewohnheiten können ebenfalls Haarausfall oder dünner werdende Haare hervorrufen. Dies betrifft unter anderem ein zu häufiges Waschen der Haare, wobei sehr intensive Shampoos verwendet werden. Gleiches gilt aber auch bei zu wenigen Haarwäschen.

Bei der häufigen Verwendung von Stylingprodukten, wie zum Beispiel Haarwachs, Haargel oder auch Haarspray, sollte stets ein Shampoonieren der Haare vorgenommen werden. Schließlich sorgen diese Stylingprodukte auch häufig dafür, dass die Kopfhaut juckt oder dass die Schuppenbildung angeregt wird.

5. Reduziere den Stress, damit es nicht zum Haarausfall kommt

Laut Dr. Green ist Stress ein großer Faktor für Haarausfall. Außerdem kann Stress auch zu einer Autoimmunreaktion führen, wodurch das körpereigene Immunsystem die Haarfollikel angreift. Für Betroffene spiegelt sich diese Erkrankung dann in Form von Haarausfall wider. Körper besonders gestresster Menschen stoßen nämlich Hormone aus, die den Haarwachstumszyklus negativ beeinflussen. Diese Störung hat eine längere Ruhephase des Wachstums der Haarfollikel zur Folge.

Stellst du also fest, dass du häufig unter Stress bist, so solltest du diesen unbedingt reduzieren. Stress hat auch andere negative Folgen abseits vom Haarausfall. Eine gesunde Ernährung und eine ausreichende Wasserzufuhr sind ebenfalls zu empfehlen. Dr. Green empfiehlt aber auch Rauchen, Drogen und Alkohol zu vermeiden, um Haarausfall vorbeugen zu können.

Disclaimer
Dieser Beitrag ersetzt keine persönliche Beratung, Untersuchung oder auch eine Diagnose durch einen approbierten Arzt.

Allgemeines zum Thema Haarausfall

Haarausfall, auch bekannt als Alopezie, bezieht sich auf einen Verlust der Haare von einem Teil des Kopfes oder des Körpers. Typischerweise ist zumindest der Kopf betroffen. Die Schwere des Haarausfalls kann von einem kleinen Bereich bis zum ganzen Körper variieren. Entzündungen oder Narbenbildung sind normalerweise nicht vorhanden. Haarausfall verursacht bei manchen Menschen psychische Probleme.

Zu den häufigen Typen gehören männlich gemusterter Haarausfall, weiblich gemusterter Haarausfall, Alopecia areata und eine Haarverdünnung, die als Telogen-Effluvium bekannt ist. Die Ursache des männlich gemusterten Haarausfalls ist eine Kombination aus Genetik und männlichen Hormonen; die Ursache des weiblich gemusterten Haarausfalls ist unklar; die Ursache der Alopecia areata ist autoimmun; und die Ursache des Telogen-Effluviums ist typischerweise ein physisch oder psychisch belastendes Ereignis.

Weniger häufige Ursachen für Haarausfall ohne Entzündung oder Narbenbildung sind das Ausreißen der Haare, bestimmte Medikamente einschließlich Chemotherapie, HIV/AIDS, Hypothyreose und Unterernährung einschließlich Eisenmangel. Zu den Ursachen für Haarausfall, der mit Narbenbildung oder Entzündung auftritt, gehören Pilzinfektion, Lupus erythematodes, Strahlentherapie und Sarkoidose. Die Diagnose von Haarausfall basiert zum Teil auf den betroffenen Bereichen.

Die Behandlung von musterbedingtem Haarausfall kann einfach das Akzeptieren der Erkrankung beinhalten, was auch das Rasieren des Kopfes einschließen kann. Zu den Interventionen, die versucht werden können, gehören die Medikamente Minoxidil (oder Finasterid) und die Haartransplantationschirurgie. Alopecia areata kann durch Steroidinjektionen in den betroffenen Bereich behandelt werden, die jedoch häufig wiederholt werden müssen, um wirksam zu sein. Haarausfall ist ein häufiges Problem. Der musterhafte Haarausfall bis zum Alter von 50 Jahren betrifft etwa die Hälfte der Männer und ein Viertel der Frauen. Etwa 2% der Menschen entwickeln irgendwann eine Alopecia areata.

Forschung

Die Forschung untersucht die Zusammenhänge zwischen Haarausfall und anderen Gesundheitsproblemen. Während es Spekulationen über einen Zusammenhang zwischen dem früh einsetzenden männlichen Haarausfall und Herzerkrankungen gab, fand eine Durchsicht von Artikeln aus den Jahren 1954 bis 1999 keinen schlüssigen Zusammenhang zwischen Kahlheit und koronarer Herzkrankheit. Die Dermatologen, die die Überprüfung durchführten, hielten weitere Studien für notwendig.

Umweltfaktoren werden derzeit geprüft. Eine Studie aus dem Jahr 2007 deutete darauf hin, dass Rauchen ein Faktor sein könnte, der mit altersbedingtem Haarausfall bei asiatischen Männern in Verbindung gebracht wird. Die Studie wurde hinsichtlich Alter und Familiengeschichte kontrolliert und fand statistisch signifikante positive Assoziationen zwischen mäßigem oder schwerem männlichen Haarausfall und dem Raucherstatus.

Eine Scheitelkahlköpfigkeit ist mit einem erhöhten Risiko für koronare Herzkrankheiten assoziiert und die Beziehung hängt vom Schweregrad der Kahlköpfigkeit ab, eine frontale Kahlköpfigkeit hingegen nicht. Daher könnte die Scheitelkahlköpfigkeit ein Hinweis sein und ist enger mit der Atherosklerose assoziiert als die frontale Kahlköpfigkeit.

Alterung der Haarfollikel

Ein Schlüsselaspekt des Haarausfalls im Alter ist die Alterung des Haarfollikels. Normalerweise wird die Haarfollikelerneuerung durch die mit jedem Follikel assoziierten Stammzellen aufrechterhalten. Die Alterung des Haarfollikels scheint durch eine anhaltende zelluläre Reaktion auf die DNA-Schädigung vorbereitet zu sein, die sich während des Alterns in den sich erneuernden Stammzellen ansammelt. Diese Schadensreaktion umfasst die Proteolyse von Kollagen vom Typ XVII durch neutrophile Elastase als Reaktion auf die DNA-Schädigung in den Haarfollikel-Stammzellen. Die Proteolyse des Kollagens führt zur Eliminierung der geschädigten Zellen und dann zur terminalen Miniaturisierung der Haarfollikel.

Quellen und weiterführende Informationen

  • https://www.michelegreenmd.com/
  • https://www.gq.com/story/is-it-possible-to-regrow-hair

Letzte Aktualisierung der angezeigten Preise am 20.09.2020

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